Pollença Beschreibung

Pollença liegt im Norden der Insel in einem fruchtbaren Tal, umgeben von dem 330m hohen Berg

Puig Maria

und dem 170m hohen

Puig de Calvari.
Die Stadt hat

ca. 8.000, der gesamte Verwaltungsbezirk ca.14.500 Einwohner.

Aufgrund archäologischer Funde ist bekannt, dass bereits 2000-1500 v. Ch. Menschen in dieser Gegend siedelten.

Die Römer kamen dann ca. 425 n. Ch. als Flüchtlinge in das fruchtbare Tal und gründeten "Pollentia", ein Ortsname, der später zu "Pollença" wurde.

Vorher existierte bereits eine römische Siedlung namens Pollentia am heutigen Ort Alcúdia. Die Vandalen hatten diese Siedlung jedoch dem Erdboden gleich

gemacht und die Überlebenden ins Hinterland vertrieben.

Pollença

Vom 8.Jh. bis zur Eroberung der Insel durch den christlichen König Jaume I. im Jahr 1229 gehörte Pollença zur maurischen Provinz Al-Bulânsa. Die Mauren

bewässserten das Land mit Windmühlen und kultivierten Zitronen-, Apfelsinen- und Mandelbäume, eine Grundlage für die heute noch existierenden grossen Fincas

in der Umgebung der Stadt. König Jaume teilte das Land grösstenteils dem Templerorden zu, dessen Ordensbrüder sich bei der Eroberung besonders hervorgetan

hatten. Mit der Vertreibung der Templer im Jahr 1314 etablierten sich andere christliche Orden in Polença. Heute lebt die Stadt vor allem vom Tourismus.

Bekannt ist sie auch als Stadt der Kunst und der Musik. Im Sommer wird hier ein international bekanntes Musikfest veranstaltet.

Hauptkirche Nostra Senyora des Àngles

Zentraler Punkt der engen Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen ist die ruhige Placa Major an der Hauptkirche Nostra Senyora des Àngles, die der Stadtheiligen gewidmet ist.

Sie wurde im 18.Jh. erbaut und Ende des 19. restauriert. Beachtenswert sind die 14 Bilder "Via Crucis" des argentinischen Malers Atilio Boveri, des Deutschen

Eugen Massgraber und des Spaniers Joaqim Tudela.

Der Glockenturm wurde über einem Wehrturm aus dem 15.Jh. errichtet.

Nur ca. 300m nordwestlich vom Hauptplatz beginnt die Treppe, die zum 170 m hohen

Puig de Calvari

hinauf führt.Wenn Sie vor der Treppe stehen, sehen Sie rechts ein hohes Gebäude. Es ist das Rathaus der Stadt, die "Casa Consistorial" aus dem Jahr 1882. Das Rathaus

ist Teil des Gebäudekomplexes "Monte Sion", den die Jesuiten 1696-1738 zusammen mit der Kirche gleichen Namens erbauten. Die Kirche wurde Ende des 19.Jahrhunderts

auf Betreiben des Dichters Costa y Llobera restauriert.

Der Aufstieg auf den Puig de Calvari ist romantisch, aber schweisstreibend. 365 Steinstufen, gesäumt von Zypressen führen hinauf zur Wallfahrtskapelle.

Gleich neben der Kapelle gibt es ein Café zum Ausruhen mit Blick über die Stadt. Spektakulärer ist der Ausblick von einer Plattform rechts neben der Kirche

über das Tal bis zum Meer. Wenn sie nach dem Abstieg wieder Richtung Placa Major gehen, folgen sie der Calle Montesion. Sie kommen dann zum Font de Gall,

einem Brunnen mit dem Wappentier der Stadt, einem Hahn.

Aufstieg zum Puig de Calvari

Barockkapelle auf dem Puig de Calvari

Abstieg vom Puig de Calvari

Ca. 250m südlich des Placa Major liegt das

Kloster Sant Domingo.

Es wurde 1588-1616 von den Dominikanern errichtet, die dort bis zu ihrer Vertreibung 1836

lebten. Heute ist das Kloster ein Kulturzentrum. Die bekannten Musikfestspiele werden hier im Sommer veranstaltet.

In einem Teil des Gebäudes befindet sich das Museum von Pollença. Im diesem Museum können Sie moderne Malerei, religiöse Bilder aus der Gotik, die Ölgemälde von Atilo Boveri, der 1912-1915 auf Mallorca lebte, und Keramiken

sehen.

Das Museum ist geöffnet Dienstag - Freitag 10.30 - 13.00 Uhr, Samstag und Sonntag 11.00 - 13.00 Uhr;

Eintritt 1.50 Euro.

Museu de Pollença

Gegenüber sehen Sie den mächtigen Wehrturm Torre Descombrull im Jardin Joan March.

Kloster Sant Domingo

Wehrturm Torre Descombrull

Am Stadtrand

RichtungSoller

führt eine römische Brücke mit zwei Rundbögen, die auf das Jahr 500 n.Ch. datiert wird, über den Fluss Torrent de Sant Jordi.

Noch weiter ausserhalb, etwa 1,5km an der Strasse nach

Palma,

geht es hinauf zum
Puig de Santa Maria.
Die kurvenreiche und enge Strasse führt nicht bis

zum Kloster heran sondern endet vorher. Es gibt auch keine Parkplätze, sondern nur einige Haltebuchten auf halber Höhe. Sie sollten sich deshalb auf jeden

Fall auf einen längeren Fussmarsch einstellen.

römische Brücke

Mit dem Bau der befestigte Marienkirche im gotischen Stil wurde Ende des 14.Jahrhunderts begonnen. Früher befand sich hier eines der bekanntesten Klöster

Mallorcas. Heute ist der Berg hauptsächlich Ziel der Touristen. Lediglich am Ostermontag pilgern die Einheimischen auf den Puig de Maria, um der Heiligen

zu huldigen.

der Hahn - das Wappentier der Stadt

Mit dem Bau der befestigte Marienkirche im gotischen Stil wurde Ende des 14.Jahrhunderts begonnen. Früher befand sich hier eines der bekanntesten Klöster

Mallorcas. Heute ist der Berg hauptsächlich Ziel der Touristen. Lediglich am Ostermontag pilgern die Einheimischen auf den Puig de Maria, um der Heiligen

zu huldigen.

Am 2. August eines jeden Jahres wird in Pollença das Fest "Déu dels Àngels" gefeiert. Dabei wird wild und lautstark der siegreiche Kampf der Bevölkerung

gegen die angreifenden Mauren "nachgespielt". Die in weisse (Nacht-)gewänder gehüllte und mit Stöcken bewaffneten Einheimischen kämpfen gegen die bunt

bemalten maurischen Angreifer.

Frie dlicher geht es jeden Sonntag auf dem grossen Gemüsemarkt zu, der sich wohltuend von den üblichen touristisch geprägten Märkten abhebt.

Wikipedia Pollença

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